Weingut Batic im Vipava-Tal

Miha Batic vom Weingut Batic aus dem Vipava Tal
Miha Batic zeigt uns seinen Plattenspieler. Die Schallplatte schwebt Dank modernster Magnettechnologie schwerelos über dem Gerät und hüllt uns in die poetischen Klänge von Leonard Cohen. Miha Batic ist in seinem Element. Immer tiefer dringt der Ausnahme-Winzer mit uns in seine Gedanken hinter den Weinen vor und lässt uns an seiner Leidenschaft für die Natur des Vipava-Tals teilhaben.
Slowenischer Wein aus dem Vipava Tal von Batic.
Schafe im Weinberg der Familie Batic im Vipava-Tal in Slowenien (Batic.si)
“Wein wird nicht gemacht, sondern von der Natur geboren.” Einer seiner Leitsätze. Die Natur gibt den Rhythmus vor, dem der Winzer mit viel Feinfühligkeit und Gespür folgt. Der Weinberg muss leben. Enten halten die Schnecken im Weinberg in Zaum und Schafe halten das Grün unter den Reben kurz, während der Winzer den Mondphasen und den Zeichen der Natur folgt. Pfauen stolzieren über den Hof des Weinguts, junge Katzen tollen umher. Ein Treiben voller Lebendigkeit und Lebensfreude.
Das Weingut hat bereits eine lang zurückreichende Tradition. Mönche erzeugten bereits im 16. Jahrhundert den ersten Wein auf dem Batic-Anwesens in Šempas. Seit dieser Zeit gar sich viel verändert und es sind kaum noch Spuren der Mönche übriggeblieben. Die Wandgemälde sind verblast und die Kapelle mit Efeu bedeckt. Doch der Wein ist lebendig wie nie.
Nach dem zweiten Weltkrieg herrschten in Slowenien strenge Steuer- und Abgabebestimmungen. Alles, was über den zugemessenen Pro-Kopf-Verbrauch erzeugt wurde, wurde besteuert. In diesen sehr armen Zeiten behalfen sich die Winzer damit, einige Weinfässer unter Heu zu begraben und erst im Mai des Folgejahres wieder hervor zu holen. Das Ergebnis, der in Ruhe reifenden Weine, war häufig exzellent. Auch wenn es heute keine dementsprechenden Abgaben mehr gibt und der Wohlstand zurückgekehrt ist, erhalten die Weine der Familie Batic so viel Ruhe in der Reifung wie selten. Es wird nicht, wie oft üblich, aus den Fässern probiert. Miha Batic sieht im Wein das gleiche Leben wie im Weinberg. Der Wein ist sich selbst genug und kann sich aus sich heraus optimal entwickeln, wenn die Arbeit der Natur und des Winzers optimal im Einklang sind. Jeder Eingriff stört das natürliche Gleichgewicht.
Miha Batic wird oft als der “Philosoph” unter den slowenischen Winzern betrachtet. Was ihm und auch schon seinem Vater in ihrer Sichtweise und Herangehensweise uneingeschränkt Recht gibt, ist die außerordentliche Qualität seiner Weine. Diese hat sich soweit herum gesprochen, das bereits vor einigen jahren in Tokyo das Restaurant BATIC eröffnet wurde, in dem nur die Weine des Hauses gereicht und zu innovativer japanischer Küche kombiniert werden.
Batic Rosé 2017. Miha Batic Wein, Naturwein, Orangewein der Extraklasse aus Slowenien, aus dem Vipava Tal.
Batic Rosé 2018
Besonders beliebt, der Batic-Rosé aus Cabernet Sauvignon, der sich immer an der Grenze zwischen halbtrocken und trocken bewegt. Mit Handlese und sorgfältiger Auslese der Trauben wird er auf traditionelle Art erzeugt. Die Gärung erfolgt spontan nur mit den traubeneigenen Hefen im Edelstahltank. Ein fruchtiger Erlebnis mit fantastischer Tiefe.
Ebenfalls in den traditionellen Flaschen abgefüllt, Malvazija und Rebula. Trocken, sortentypisch, mit cremigem Mundgefühl und praller Frucht.
Daneben werden wunderbare Orange-Weine erzeugt. Die sortenreinen Sivi Pinot und Pinela (autochthone Sorte der Region) sowie die fein komponierten Couvèe Zaria und Angel White. Die fünftägige Gärung der Pinela erfolgt spontan mit den natürlichen Hefen aus dem Weinberg und bei nicht kontrollierter Temperatur. Dem schließt sich eine zweijährige Reife in Fässern aus slowenischer Eiche an. Die Flaschenfüllung erfolgt bei Neumond. Wie gesagt, den Rhythmus bestimmt die Natur.
Ebenfalls zu empfehlen die roten Naturweine des Hauses. Cabernet Franc, Merlot und der große rote Couvèe Angel Red (Merlot, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon). Dieser stellt sich auf den ersten Eindruck als sehr elegant, rein und präzise dar. Im Hintergrund dominieren fein-herbe Noten. Der Wein ist kräftig und mineralisch mit seidigen Tanninen und einem perfekten Abgang.