Weingut Movia im Brda – Naturwein und Orangewein der Extraklasse

Weingut Movia im Brda. Naturwein und Orangewein.

Um die Weine von MOVIA zu beschreiben, können einem manchmal schon die Worte fehlen. “Unbeschreiblich” trifft es dagegen sehr gut.

MOVIA, das ist Ales Kristancic. Er ist der extrovertierte, kreative Rockstar unter den slowenischen Winzern. Laut, quirlig, ein Getriebener von der Leidenschaft für seine Weine. Manch einen mag die die Wucht der Präsenz des Winzers im ersten Moment einfach erschlagen. Sie ist sein Stilmittel, um die Weine mit “Pauken und Trompeten” zu präsentieren und die gesamte Aufmerksamkeit seines Publikums zu erreichen.

Ales Kristancic in seinem Element
Ales Kristancic in seinem Element

Ab und zu darf der Ausdruck auch wörtlich genommen werden, da im Degustationsraum des Weinguts Movia tatsächlich ein Schlagzeug steht, das er zu späterer Stunde auch gerne zum Einsatz bringt.

 

Um MOVIA, Kristancic und seine Art des Weinmachens zu verstehen, ist es wichtig einen Blick in die Geschichte der Region Brda zu werfen. Ales Kristancic ist nun mittlerweile die 8. Generation nach dem zum ersten Mal ein Kristancic eine Tochter des Hauses Movia heiratete.

Nach dem 2. Weltkrieg blieben die Weinberge der Familie entgegen dem nationalen Usus der großen Genossenschaften in Familienbesitz. Durch kluge Positionierung und bereits damals guter Weine, gelang es der Generation des Weinguts als Weinlieferant für offizielle staatliche Empfänge eingesetzt zu werden und so weiterhin privat wirtschaften zu können. Vielen anderen Winzern im Brda und ganz Slowenien erging es dagegen deutlich schlechter.

Die Region hat eine sehr bewegte politische Vergangenheit. Einmal herrschte die Habsburger Monarchie, dann zählte man eine Zeit lang zu Italien und zum Königreich Jugoslawien. Erst seit 1991 ist Slowenien unabhängig. Während im benachbarten in Italien die Region Collio und deren Weine immer weiter Bekanntheit erlangte, wurden die Winzer Sloweniens von ihrer politischen Situation förmlich ausgebremst.

Als ab 1990 der private Weinbau wieder für alle erlaubt wurde, trat in der Region Brda rund um Ales Kristancic, seinen Nachbarn Marijan Simcic und diverse weitere Jung-Winzer wie z.B. Aleks Klinec eine junge Generation an Winzern hervor, die das Ziel und den Eifer hatten, ihre Weine und ihre Region weltweit bekannt zu machen. Gemeinsame Ziele verbinden und so trafen sich die jungen Männer regelmäßig zum fachlichen Austausch, der Probe ihrer Weine und um sich gegenseitig in der Herstellung zu unterstützen.

Die Rebula-Traube, eine der bekanntesten Sorten der Region spielte dabei eine zentrale Rolle. Die Kompromisslosigkeit, der Wille so natürliche und authentische Weine wie möglich zu produzieren und der Ehrgeiz gegenüber der etablierten Wein-Länder, ließ das Brda über die Jahre zum Zentrum der sogenannten Naturwein und Orangewein-Szene werden. Und Ales Krsitancic zu einem der Begründer und der bekanntesten Persölichkeiten der Bewegung innerhalb Sloweniens